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TOP TEN SPORT

Der stärkste Mann der Welt - Paul Trappen

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Der Todestag des stärksten Menschen der Welt jährt sich am 22. Februar 1997 zum 40. Male. Er ist eine Legende, eine mystische Figur:

TV-Artikel vom 25. Februar 1957

Es ist unstrittig, dass Paul Trappen in seinen Glanzzeiten auch olympischen Gold-Lorbeer hätte einheimsen können. Schließlich besaß kein anderer Mensch auch nur annähernd ein solches Heber-Potential wie dieser im Jahr 1887 geborene Ausnahmeathlet. Aber die damaligen Gralshüter des Fünf-Ringe-Spektakels brandmarkten Trappen schon früh als Profi und verwehrten ihm lebenslang eine Olympia-Teilnahme.

Vertrag bei "Barnum and Bailey"

Schon im Jahre 1913 war der Manager des amerikanischen Zirkus "Barnum and Bailey", stets auf der Suche nach neuen Weltsensationen, auf den mit scheinbar übernatürlichen Kräften gesegneten Mann aus Trier aufmerksam geworden. Also unterbreitete der Amerikaner Paul Trappen ein lukratives Angebot, das dieser prompt akzeptierte. Aber aus der Reise des starken Mannes in die USA wurde dann doch nichts, weil der Erste Weltkrieg schnell alle hochfliegenden Pläne zunichte machte.

Erster Weltruhm nach der "Ochsentour"

Stattdessen trat Paul Trappen in VarietÚs auf, versetzte die Menschen mit unvorstellbaren Kraftakten in Erstaunen. Mit 47,40 Zentnern stellte er einen Weltrekord im Lastenheben auf. 32 Personen hob er dabei hoch und dokumentierte damit auch optisch seine einmalige Stärke. Ähnlich unglaublich mutete die "Ochsentour" an, die dem gelernten Metzger und späteren Wirt des "Rippchenhauses" in der Trierer Simeonstraße 23/24 zu Weltruhm verhalf. Auf einem Spezialgerüst stehend hob Paul Trappen zwei Ochsen im Gesamtgewicht von 41,28 Zentnern hoch.

Noch ein inoffizieller Weltrekord

Paul Trappen stellte später noch einen inoffiziellen Weltrekord im Lastenheben auf: 27 schwergewichtige Männer, brachten dabei über 50 Zentner auf die Waage und wurden von dem Ausnahmeathleten "bewegt". Allerdings war dieser Rekordversuch nicht angemeldet worden. Im Jahre 1928 gewann der Deutsche Josef Straßberger bei den Olympischen Spielen in Amsterdam im Superschwergewicht die Goldmedaille im Dreikampf (Drücken, Reißen, Stoßen) mit 372,5 kg. Paul Trappen schaffte fast zeitgleich unter amtlicher Aufsicht 382,6 kg. Und als sich vier Jahre später in Los Angeles der Tscheche Jaroslav Skobla (380,0 kg) mit Gold schmücken ließ, konterte der Trierer in einem Fernkampf mit 395,0 kg.

Paul Trappen galt auch als exzellenter Ringer als schier unbesiegbar wegen seiner Bärenkräfte. Kein Wunder, dass ihm die Großen seiner Zeit auf der Matte nicht begegnen wollten. Der deutsche Gewichthebermeister des Jahres 1913 im Schwergewicht schmückte sich 1924 im saarländischen Neunkirchen noch mit dem Titel eines Europameisters, ein Glanzstück in der großen Preis-Sammlung, die Paul Trappens Vitrine schmückte.

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